Endlich Sommer….

…die vergangene Woche brachte in unserer Region den   (Achtung: Wortspiel) „heißersehnten“  SOMMER!

„Endlich“, hört man überall, und „hoffentlich bleibt es bis Oktober so..“ Die Menschen sind begeistert, unternehmungslustig und ich denke insgeheim „oje, ein bißchen kühler wäre doch auch angenehm und was schadet es, sich abends auf der Terrasse oder im Biergarten eine Strickjacke und Socken anzuziehen?“

Überhaupt „anziehen“ – das heißt in dieser Jahreszeit eher „ausziehen“ und was einem da so alles zugemutet wird:

Die Damenwelt scheint nur noch Spaghettiträgertops und Shorts zu kennen und zwar von Gr.34 bis 54. Herausquellende Speckrollen,  Bäuche mit Schwangerschaftsstreifen, Oberschenkel mit  Orangenhaut – die Liste läßt sich fortsetzen. Sehr beeindruckend auch die trägerlosen Oberteile – da hängt und wabbert es nach den Regeln der Schwerkraft! Das will doch keiner sehen!

Haben die keinen Spiegel zuhause?

In Kaufhäusern, Supermärkten oder Arztpraxen ( also überall, wo Menschen sich näher kommen als man eigentlich möchte)  ergibt sich noch der olfakforische Faktor  – das will doch wohl wirklich keiner riechen?

Haben die auch keine keine Dusche zuhause?

Aber – laut dpa guckt der ‚Durchschnittsdeutsche‘ pro Tag 242 Min. Fernsehen ( ich kanns kaum glauben: über 4 Std.????) Und wieviel davon ist Werbung? Und wenn man erst mal verinnerlicht hat, das ein Deo 72Std. oder 3 Tage die Wirkung hält …..

Nicht das jetzt jemand glaubt, ich meine damit nur Frauen – die Männer sind ja über jede Kritik erhaben. Unglaublich, was da an modischen Entgleisungen spazierengetragen wird!!!

Und dann immer dieser Zwang irgendwas  „draußen“ zu unternehmen! Sich auf überfüllten Liegewiesen ‚entspannen‘, bei Fahrradtouren mit Inlineskatern,  Kinderwagen und Spaziergängern die Wege teilen, bei Stadtfesten endlich mal alle treffen, die man sowieso nie wiedersehen wollte – das pure Vergnügen!

Wenn jetzt irgendwie der Eindruck entstanden ist, daß ich den Sommer nicht sooo liebe, dann ist das nur bedingt richtig. Ich sitzte gern im Schatten auf der Terrasse, gehe unter Bäumen spazieren, frühmorgens im Freibad schwimmen oder fahre Rad am Fluß. Und ich mag bei Sommerregen gern (geschützt) auf der Terrasse sitzen und den Regen hören und riechen!

Und in einer klitzekleinen Ecke meines Gehirns denke ich: bald ist Herbst und du kannst wieder mit Tee und einem Buch und dicken Socken auf dem Sofa rumlümmeln !

Bis dahin – laßt uns draußen was unternehmen!!