Der, die, das Letzte…

Nein, es geht hier nicht darum, dass ich etwas oder jemanden furchbar finde, sondern um eine Art  „Alterserscheinung“.

Vor einigen Monaten sah sich der Gatte in unserer ( eigentlich überwiegend von mir benutzten) Küche um und sagte so etwas wie: “ Wollen wir eine neue Küche?“ Ich habe wohl ein bisschen erstaunt geguckt,  denn bis dahin hieß es immer ( wenn ich denn mal auf das Thema zu sprechen kam): Also, unsere Küche  ist super und so gut verarbeitete Schränke bekommst du nie wieder. Was war da nun passiert?  Er meinte es wirklich ernst!

Nachdem ich etwas Zeit gebraucht hatte,  um das zu realisieren,  fing ich an mich zu freuen und zu überlegen,  wie soll sie denn werden, die Neue? Wir überlegten, planten und kamen schnell darauf: wir müssen ein Küchenstudio aufsuchen, denn ich muss erst mal was sehen, nur so “ vorstellen“ ist schlecht bei mir.

Und da fiel nun relativ schnell der Satz, der mich ( immer noch) beschäftigt: “ Das wird dann wohl die  letzte Küche für uns sein!“ Ob die Aussage von uns oder vom Verkäufer kam, weiß ich gar nicht mehr,  aber der (junge) Mann bestätigte uns schnell, dass es viele Kunden „in unserem Alter“ gebe, die eben mit dieser Aussage kämen : das wird jetzt unsere letzte Küche!

So hatte ich die Angelegenheit noch gar nicht betrachtet. Aber, wenn man nun ehrlich ist: es wird wohl so sein. Die „alte“ Küche begleitet uns nun so ca. 30 Jahre und in weiteren 30 Jahren bin ich so ca. über 90!!!!  Ähm, da wird der Wunsch nach einer Küche wohl nicht mehr vordringlich sein.

Und das lãsst sich auf viele Lebensbereiche ausdehnen: wann kaufe ich das letzte Auto, die letzte Waschmaschine, ach, ich weiß nicht was noch alles! So “ Altersgedanken“ kommen natürlich schon ab und zu, aber ist eigentlich auch Quatsch,  schließlich weiß keiner, wie lange er noch irgendwas braucht.

Und so ein bisschen „altersgerechter“ ist sie ja auch geworden: die Arbeitsfläche etwas höher und somit rückenfreundlicher,  alle Unterschränke mit Auszügen, Oberschränke teilweise mit Motor zum Öffnen und LED-Leuchten in die Böden der Oberschränke eingebaut – das ist supertoll – dimmbar und Warm -oder Kaltlicht einstellbar -alles per Fernbedienung!

Wir sind sehr begeistert von unserer „letzten“ Küche!! Und die Planung und Betreung durch ein inhabergeführtes Küchenstudio  war zu unserer vollsten Zufriedenheit und hat unsere Überzeugung bestätigt, dass es besser ist , den lokalen Handel zu unterstützen, als bei irgendwelchen Filialketten , die sich mit verwirrenden Angeboten überschlagen, letztendlich doch unzufrieden zu sein.

Und wenn ich nun koche oder backe, freue ich mich sehr über viele Verbesserungen und natürlich auch über die gelungenen Optik! Und vielleicht in Zukunft noch die eine oder andere “ letzte“ Anschaffung!

Traut euch an die Dinge, die euch persönlich wichtig sind!

Herzliche Grüsse,

Renate

 

 

 

 

 

 

Seltsam,

was so manchmal wie von selbst passiert!

Seit ich ein junges Mädchen war, und das ist schon seeehr lange her, gibt es einen festen Termin in meinem Kopf : alle 14 Tage mittwochs ist „BRIGITTE“ -Tag! Da denke ich immer dran, egal wo ich bin oder was ich tue.  Die ’neue‘ muss ich haben, und zwar Mittwoch und nicht ein paar Tage später – das geht garnicht! !! Dann wird Kaffee oder – später im Leben – Tee gekocht, ein paar Kekse geholt und geblättert und gelesen.  Von Anfang an, manches gleich und anderes später,  aber eigentlich bleibt letzlich keine Seite ungelesen. Sicher, einige Beiträge mag ich mehr, z.B. die Kolumnen, Dossiers und natürlich auch Rezepte.

Dann kam vor Jahren die BRIGITTE woman dazu, prima, dachte ich, jetzt wo ich auch nicht mehr soo jung bin gibt’s auch Lesestoff für meine Altersgruppe und es werden Themen behandelt,  die für jüngere Frauen (noch) nicht relevant sind! Auch hier bin ich jeden Monat dabei.

Im vergangenen Jahr dann:  BRIGITTE wir!

Tja, was soll ich sagen,  auch da kann ich nicht dran vorbeigehen, nun also noch die Zeitschrift für die „dritte Lebenshãlfte“!?? Nach kurzem Überlegen – dritte Hälfte ?-  ein bißchen seltsam hört sich das an, oder? Hat mein Leben drei Hälften? Ich dachte immer, ein ganzes sind zwei Hälften!

Wie auch immer, da sitzen sicher schlaue Leute in der Redaktion, die werden wohl wissen, was sie schreiben.

Und nun stehe ich vor ca. 4 Wochen vor dem Zeitschriftenregal, es ist Mittwoch und da liegt sie, die „Neue“ – und ich denke: brauche ich die wirklich? Dieser ganze „junge-Frauen-Kram“ – interessiert mich das eigentlich?

Die Antwort ist: NEIN !

Und so verlasse ich das Geschäft ohne BRIGITTE und zugegebenermaßen mit einem seltsamen, irgendwie erleicherten Gefühl.

Danach habe ich noch mal die “ woman“ gekauft, sie gefällt mir doch ganz gut, aber für die „wir“ kommt bei mir keine Begeisterung auf!

Tja, so ändert sich eben doch mal was im Leben, ohne das man vorher großartig drüber nachdenkt. Außerdem gibt es viele Blogs für die “ ältere“ Generation,  da finde ich mal mehr und mal weniger interessante Beiträge und kann mich zudem noch unkompliziert mit den Bloggerinnen austauschen.

Geht es euch vielleicht ähnlich mit den Frauenzeitschriften ?

Ich lebe jedenfalls nun ganz entspannt ohne „BRIGITTE“ !

Herzliche Grüsse,

Renate

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

blue monday

Anfang dieser Woche, also genau am 19.01., hörte ich in den Nachrichten zum ersten Mal von ihm – dem ‚blue monday‘ . Nanu, dachte ich, was hast du denn da wieder verpasst? Heute soll es dir schlecht gehen – ein Glück, dass die Botschaft mich erst abends erreichte, so hatte ich ich doch  einen zwar nicht übermäßig ‚tollen‘, aber doch völlig zufriedenstellenden Tag fast hinter mir.
Aber solche Aussagen geben mir Anlaß zum ‚darüber-nachdenken‘ und ich frage mich „wem fällt so was ein?“
Nun, dank des www ist das natürlich schnell geklärt, und- siehe da – ein Reiseveranstalter hat die Untersuchung in Auftrag gegeben, und – ein Schelm, wer Böses dabei denkt- bietet rein zufällig auch gleich tolle Reisen gegen das Stimmungstief an!
Prima, denke ich mir nun, dann ist mit mir wahrscheinlich doch alles ok, denn ich bin immer noch im ‚Jahresanfangs-Modus‘, freue mich auf viele unbekannte Kalenderblätter, weiße, viele Optionen bietende Seiten im Timer, sehe das Jahr noch so vielversprechend ’neu‘ vor mir liegen und habe – wie eigentlich jedes Jahr- so ein Gefühl von ‚Neustart‘! Alles, oder zumindest vieles könnte möglich werden!
Vielleicht mache ich auch noch eine Liste mit Sachen, die ich mir vornehme und/ oder erledigen möchte.
Aber das ist ein neues Thema!
Bis dahin herzliche Grüße, keinesfalls in ‚blue‘,
Renate

Endlich Sommer….

…die vergangene Woche brachte in unserer Region den   (Achtung: Wortspiel) „heißersehnten“  SOMMER!

„Endlich“, hört man überall, und „hoffentlich bleibt es bis Oktober so..“ Die Menschen sind begeistert, unternehmungslustig und ich denke insgeheim „oje, ein bißchen kühler wäre doch auch angenehm und was schadet es, sich abends auf der Terrasse oder im Biergarten eine Strickjacke und Socken anzuziehen?“

Überhaupt „anziehen“ – das heißt in dieser Jahreszeit eher „ausziehen“ und was einem da so alles zugemutet wird:

Die Damenwelt scheint nur noch Spaghettiträgertops und Shorts zu kennen und zwar von Gr.34 bis 54. Herausquellende Speckrollen,  Bäuche mit Schwangerschaftsstreifen, Oberschenkel mit  Orangenhaut – die Liste läßt sich fortsetzen. Sehr beeindruckend auch die trägerlosen Oberteile – da hängt und wabbert es nach den Regeln der Schwerkraft! Das will doch keiner sehen!

Haben die keinen Spiegel zuhause?

In Kaufhäusern, Supermärkten oder Arztpraxen ( also überall, wo Menschen sich näher kommen als man eigentlich möchte)  ergibt sich noch der olfakforische Faktor  – das will doch wohl wirklich keiner riechen?

Haben die auch keine keine Dusche zuhause?

Aber – laut dpa guckt der ‚Durchschnittsdeutsche‘ pro Tag 242 Min. Fernsehen ( ich kanns kaum glauben: über 4 Std.????) Und wieviel davon ist Werbung? Und wenn man erst mal verinnerlicht hat, das ein Deo 72Std. oder 3 Tage die Wirkung hält …..

Nicht das jetzt jemand glaubt, ich meine damit nur Frauen – die Männer sind ja über jede Kritik erhaben. Unglaublich, was da an modischen Entgleisungen spazierengetragen wird!!!

Und dann immer dieser Zwang irgendwas  „draußen“ zu unternehmen! Sich auf überfüllten Liegewiesen ‚entspannen‘, bei Fahrradtouren mit Inlineskatern,  Kinderwagen und Spaziergängern die Wege teilen, bei Stadtfesten endlich mal alle treffen, die man sowieso nie wiedersehen wollte – das pure Vergnügen!

Wenn jetzt irgendwie der Eindruck entstanden ist, daß ich den Sommer nicht sooo liebe, dann ist das nur bedingt richtig. Ich sitzte gern im Schatten auf der Terrasse, gehe unter Bäumen spazieren, frühmorgens im Freibad schwimmen oder fahre Rad am Fluß. Und ich mag bei Sommerregen gern (geschützt) auf der Terrasse sitzen und den Regen hören und riechen!

Und in einer klitzekleinen Ecke meines Gehirns denke ich: bald ist Herbst und du kannst wieder mit Tee und einem Buch und dicken Socken auf dem Sofa rumlümmeln !

Bis dahin – laßt uns draußen was unternehmen!!

 

 

 

…gibts denn sowas?

Also, letztens beim Einkaufen im Supermarkt:

3 junge Mädchen (ca. 12 bis 14 Jahre) sprechen eine Verkäuferin an:

Die erste: “ ähm.., haben Sie, ich weiß nicht wie das heißt, dieses rote Zeug in einer Tube?“

Verkäuferin:“Ich verstehe nicht so richtig, was Du meinst, vielleicht eine Creme oder etwas zum Schminken?“

Mãdchen:“ Nein, das ist was zum Essen, nimmt man zu Nudeln oder so!“

Verkäuferin, nach kurzem Überlegen:“ meinst Du vielleicht Tomatenmark?“

Mãdchen:“ Ja, ich glaube, so heißt es!“

Die begleitenden Mãdchen brechen  in Gekicher aus:“  – ey- bist du blöd oder was? Kennst du kein Tomatenmark?“

Mädchen:“ Kann ich doch nicht kennen – erstens bin ich Türkin und zweitens Muslima!“

Alle drei Mãdchen sprachen akzentfreies Deutsch!

 

Verzweiflung …

Vor einiger Zeit wurde ich stolze Besitzerin eines ipod – schon länger das Objekt der Begierde und nun endlich bei mir gelandet!

Warnungen des Sohnes – „das ist alles gar nicht sooo einfach (für mich, natürlich), – schlug ich in den Wind. Wer lesen kann,wird wohl auch mit „sowas“ klarkommen, dachte ich.

Nun muß ich an dieser Stelle zugeben, dass ich durchaus mit den Tücken der Computertechnik und den Programmen kämpfe und genaugenommen keine Ahnung von irgendwas habe.

Also mutig den ipod mit dem notebook verbunden, itunes heruntergeladen und den Anweisungen gefolgt. Ich will nun nicht behaupten, dass alles sofort funkfionierte, aber irgendwie dann doch.

Ich war schon ein bißchen stolz, als ich die erste CD überspielt hatte und meine Mediathek sich  mit meiner Lieblingsmusik füllte.

Wiederum Kommentar des Sohnes: „Mama, die BeeGees haben unzãhlige tolle songs – warum hast du nur ‚Massachusetts‘ – wie blöd ist denn das?“    -„weil – nun ja, damals, das war das Lied…. ach,  Erinnerungen eben …“

Sehr viele Schlager, die mochte ich schon immer, auch in der ganzen, langen Zeit als wirklich  KEINER  sie hörte ( wer hat eigentlich die vielen Millonen  ‚ Andrea Berg ‚ CD’s geekauft ?)  Und  – nichts geht ohne  Udo Jürgens ! So stellte ich mir nach und nach den Soundtrack meines Lebens (jedenfalls fast) zusammen.

Ich  will nicht verschweigen, das der ipod manchmal meldete: ’87 ungelöste Probleme‘ – aber ich dachte, tja, wer hat die nicht?

Es lief also ganz gut, aber dann war mit einem Mal alles vorbei! Nachdem der Akku mal wieder aufgeladen war und die  ‚ Syncronisation‘ begann – ich weiß (natürlich) nicht,  was passiert ist – der ipod hatte keine Lieder mehr – ALLES  weg!!!!!

Mehrstündige Versuche seitens des Gatten schlugen fehl, ich mußte  einsehen, dass es eben doch nicht “ so einfach“  ist, wenn man von völliger Ahnungslosigkeit  geplagt wird!  Nicht schön!

Auf wortreiche Klagen beim Sohn kam die lapidare Antwort:“ Dann hört jetzt wohl Edward Snowden deine Udo – Lieder! “

Danke für die Hilfe!!

Renate

Herzlich willkommen beim „Marmeladenklatsch“…

…der Name des Blogs suggeriert Gemütlichkeit, um den Küchentisch sitzen, reden (klatschen), die neuesten Ereignisse besprechen und auch längst vergangene wieder aufleben zu lassen. Dabei Kaffe oder Tee trinken, Marmeladenbrote essen – hhmm, auf ganz frischem Stutenbrot, knusprigen Croissants oder krãftigem Vollkornbrot!   Natürlich darf und muß es  – je nach Tageszeit- auch mal ein Stück Kuchen sein – oder zwei!..

Schön, wenn man dann ein Gegenüber zum Quatschen hat,aber manchmal ist auch keiner da und ich „habe trotzdem so viele Wörter in mir die raus wollen“…

So ist die Idee zum bloggen gekommen, zugegebenermaßen von den Kindern, die erwachsen sind und sich ab und zu Gedanken darüber machen, was die Mama denn wohl immer so tut oder tun könnte.

Als ob man als gestandene Frau, die stramm auf die sechzig (pssst) zugeht, immer  Langeweile hãtte, nur weil einen die Kinder nicht mehr (dauernd) auf Trab halten.

Immerhin ist da der Halbtagsjob, das Haus bzw. der Haushalt, ein ständig überlasteter Gatte und – die Altenbetreuung!  Zwei alte Leutchen (89 und 95 J.) sind auch eine Aufgabe! Und nur weil die Kinder „aus dem Haus“ sind, heißt das ja noch lange nicht, das man „kein Auge  auf sie haben muß“!

Und so passieren mal lustige, nachdenkliche, ärgerliche und oft auch erfreuliche Dinge, über die ich hier ab und zu schreiben möchte — wenn keiner zum zuhören da ist und ich trotzdem Mitteilungsbedarf habe!

Ich bin gespannt, was daraus wird!

Danke fürs lesen,

Renate